31.03.2009

ESC 1979

Am 31.März 1979 gewann Israel zum zweiten Mal hintereinander den Eurovision Song Contest - diesmal mit der Gruppe Milk & Honey und ihrem Schunkel-Klassiker Hallelujah. Deutschland wurde von Dschinghis Khan vertreten und die begeisterten damals die Zuschauer mit dem gleichnamigen Lied von Ralph Siegel, landeten auf Platz 4 und stiessen anschliessend Blondie von Platz 1, wo sie vier Wochen regierten. Danach kamen noch ein paar Chart Erfolge aber für die vielleicht erste gecastetet Band Deutschlands war der grosse Erfolg vorbei. Privat war Dschinghis Khan vom Schicksal besonders hart getroffen worden: 'Dschinghis Khan' Louis starb 1993 an den Folgen von AIDS, Steve Bender (der Glatzkopf) erlag 2006 einem Krebsleiden. Von den verbliebenen Mitgliedern tingeln drei heute mit ein paar Tänzern als Dschinghis Khan Show durch die Lande.



Startliste und Ergebnis:

#Land Interpret Titel Pkt Platz
1PORManuela Bravo Sobe sobe balao sobe
649
2ITAMatia Bazar
Raggio di Luna 2715
3DENTommy Seebach
Disco Tango
766
4IRLCathal Dunne
Happy Man
805
5FINKatri Helena
Katson sineen taivaan
3814
6MONLaurent Vaguener
Notre Vie, c'est la Musique
1216
7GR Elpida
Socrates
698
8CH
Peter, Sue & Marc mit Pfuri, Gorps & Knuri Trödler & Co.
6010
9DEDschinghis Khan
Dschinghis Khan864
10ISR Gali Atari + Milk & Honey
Hallelujah
1251
11FRAAnne-Marie David
Je suis l'Enfant-Soleil
1063
12BELMicha Marah
Hey Nanah519
13LUXJeane Manson
J'ai déjà vu ca dans tes Yeux
4413
14NLXandra
Colorado
5112
15SWETed Gaerdestad
Satellit
817
16NORAnita Skorgan
Oliver
5711
17UKBlack Lace Mary Ann 737
18AT Christina Simon Heute in Jerusalem
518
19ESPBetty Missiego Su Cancion
1162

Scoreboard mit der vollständigen Punkteverteilung

YMCA


Wie ich schon einmal angemerkt habe, war 1979 eines der (für mich) wichtigsten Jahre der Pop Musik. In dieser Woche vor 30 Jahren stand Heart of Glass die letzte von sechs Wochen auf Platz 1. Blondie hatten mit dem Song für ganz besondere Momente in den Party Kellern gesorgt. Vor Blondie legten die Village People mit YMCA gleich zu Beginn des Jahres den Überhit des Jahres ab (genaugenommen starteten sie damit schon im Dezember 1978) - sieben Wochen stand die schwule Hymne von Januar bis März auf Platz 1 (insgesamt waren es sogar 11 Wochen).


16.03.2009

MÄRZ 1979

1979 war eines der besten Jahre der Pop-Geschichte. Viele der vor 30 Jahren erschienen Platten gehören heute noch zu meinen all-time Favorites. Die letzte März-Woche kamen einige Singles und Alben in die Charts bzw. führten diese an, die nicht nur zu den erfolgreichsten des Jahres 1979 wurden sondern zu wahren Klassikern und Meilensteinen.

I Will Survive (Single) | Gloria Gaynor
What A Fool Believes (Single) | The Doobie Brothers
Sheik Yerbouti (Album) | Frank Zappa
Breakfast in America (Album) | Supertramp







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12.03.2009

Paul & Linda

Am 12.März 1969 heiratete Paul McCartney in London die 27-jährige Linda Eastman. Viele weibliche Fans waren enttäuscht, dass der begehrte Junggeselle nun vergeben war.
Der britische Musiker und die amerikanische Photographin hatten sich bei den Aufnahmen für ein neues Album von The Beatles kennengelernt.
Nachdem sich The Beatles aufgelöst hatten, bauten die beiden zusammen die Band The Wings auf. 1998 starb Linda McCartney an Brustkrebs.



06.03.2009

MADONNA vs PEPSI

1989 war Madonna die populärste Künstlerin auf diesem Planeten und der Cola Krieg zwischen Pepsi und Coca-Cola in vollem Gange.
Im März veröffentlichte Madonna ihr viertes Album
Like A Prayer und die gleichnamige Single daraus.
Das Video dazu sollte Madonna einen der grössten Skandale ihrer Karriere bescheren und sie gleichzeitig noch berühmter machen - und Pepsi eine bittere und teure Niederlage im Duell mit Coke einstecken lassen.

Am 2.März feiert Madonna's Pepsi Spot Premiere - einen Tag später gibt's auf MTV das Debut des Like A Prayer Video. Der Plan war, dass Madonna danach einen weiteren Spot für Pepsi dreht und anschliessend auf Tour geht - sponsored by Pepsi mit schlappen $5 Millionen. So sollten alle ein bisschen reicher werden.
Doch dann kam alles anders, beziehungsweise für Pepsi kam alles anders.

In dem Video von Mary Lambert beobachtet Madonna, wie eine junge Frau getötet wird und ein zur Hilfe eilender Afro-Amerikaner (gespielt von Leon Robinson) fälschlicherweise von der Polizei für den Täter gehalten wird. Sie flieht vor den wahren Tätern in eine Kirche, zeigt in einem Traum Stigmata an ihren Händen, küsst einen schwarzen Heiligen (auch Leon Robinson) und befreit ihn durch ihre Zeugenaussage aus dem Gefängnis. Im Video tanzt sie auf einem Feld brennender Kreuze. Während in den USA die brennenden Kreuze zur Absetzung und dem Boykott des Videos führten, zeigten sich europäische Länder "schockiert" wegen der "blasphemischen Szenen". Als Folge setzte der Hauptsponsor Pepsi den angelaufenen Werbespot mit Madonna ab und kündigte seine Mitwirkung als Sponsor ihrer geplanten Welttournee (die $5 Millionen durfte Madonna behalten).

Madonna: „Damals hat mein Sponsor Pepsi Cola am meisten Probleme gemacht. Die hatten Angst wegen der erotischen Anspielungen. Aber sie haben gezahlt, sind abgehauen und das war’s.



Das Video wurde auch in Deutschland indiziert und auf MTV nur nachts ausgestrahlt. Single wie Album gerieten, auch wegen dieser eher unfreiwilligen Werbung durch die Verdammung durch Elternverbände und Kirchenvertreter, zu einem ihrer grössten Erfolge. Die Single verkaufte sich 4.2 Millionen mal, vom Album wurden 13 Millionen Exemplare verkauft.
Für Like A Prayer bekam Madonna einen MTV Award und sie bedankte sich bei Pepsi "für die ganze Kontroverse".

Und was wurde aus der anderen Person, die den Pepsi Skandal durch seine Rolle als schwarzer Jesus mit ausgelöst hat?
Leon
(er verzichtet mittlerweile, wie Madonna, auf einen Nachnamen) hat in mehreren Filmen und TV Serien mitgespielt und einmal hat er Madonna in einen Reggae-Club geschleppt.


MADONNA | Like A Prayer
Album, 1989

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