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04.06.2009

Bruce Springsteen | Born in the USA (1984)

Vor 25 Jahren, am 4.Juni 1984, erschien eine der meistverkauften Platten der Musik-Geschichte mit einem der bekanntesten Cover aller Zeiten: Born in the USA. Für Bruce Springsteen war das Album gleichzeitig der Moment, als er sozusagen zum musikalischen Gewissen der amerikanischen Mittelklasse avancierte. Was auf den Vorgängern noch düster und schwermütig vorgetragen wurde, bekam auf dem siebten Springsteen Album einen neuen, zugänglicheren musikalischen Rahmen. Born in the USA klang gut gelaunt und optimistisch obwohl die Texte auch diesmal sehr kritisch waren. Kein Wunder, dass der title track zu den vielleicht missverstandesten Songs aller Zeiten zählt. Die grösste Abkehr vom vertrauten Springsteen Sound war die atemberaubende erste Single und Vorgeschmack auf das Album: Dancing in the Dark mit seinen modernen Synths, gespielt von E-Street Keborder Roy Bittan, überraschte und überzeugte zugleich und schaffte es bis auf Platz 1 der Charts.

Sieben Top 10 Hits produzierte das Album - ein Rekord, den er sich mit Michael Jackson (Thriller) und Janet Jackson (Rhythm Nation 1814) teilt.

Born in the USA verbrachte insgesamt 139 Wochen in den Billboard Charts und verkaufte sich weltweit über 25 Millionen mal.


Born in the USA war die erste in den USA hergestellte CD. Bis dahin kamen CDs alle aus Japan.

Mein Favorit auf dem Album: I'm on Fire.





Bruce Springsteen
Born in the USA

Album (1984)

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07.05.2009

ESC 1984









Vor fast genau 25 Jahren, am 5.Mai 1984, fand in Luxemburg der 29.
Eurovision Song Contest statt. 19 Länder nahmen teil, Israel und Griechenland waren nicht dabei an diesem Abend, der in der untersten Mittelmässigkeit versank.

Die 19-jährige Désirée Nosbusch führte in fünf Sprachen durch einen Wettbewerb, der schon damals als einer der schwächsten empfunden wurde und der auch heute noch eher verlacht wird.
Damals sorgte selbst die frische, sympathische Art der Nosbusch für einige Verwirrung, weil anders als gewohnt. Heute zählt Désirée zu den besten Moderatoren, die Eurovision je hatte.


Die unerwarteten Sieger, das mormonische Brüder-Trio The Herreys aus Schweden, fielen durch strahlend-weisse Zähne und goldene Schuhe auf.
Ihr Siegertitel Diggi loo, Diggi ley wird wohl für alle Zeiten als der schwachsinnigste ESC Gewinner aller Zeiten in Erinnerung bleiben. Die Schweden gewannen knapp vor Linda Martin aus Irland, die mit einem Lied von Johnny Logan an den Start gegangen war. Das war's dann auch, was an dem Luxemburger Contest aufgefallen ist. Na ja, fast.


1984 war auch das Jahr, in dem Mary Roos mit einem der beliebtesten deutschen ESC Lieder aller Zeiten an den Start und fürchterlich baden ging. Aufrecht geh'n, einer der grossen Durchhalte-Songs die Michael Kunze uns geschenkt hat und die heute zu den ewigen schwulen Schlager-Hymnen gehört, sollte sich für Mary Roos als persönliches Menetekel herausstellen.

Kurz vor ihrem zweiten ESC Auftritt erfuhr Mary, dass ihr damaliger Mann Werner Böhm aka Gottlieb Wendehals mit einer anderen Frau ein Kind bekam. Und dann musste sie vor Millionen Menschen Textzeilen wie "Also dann Adieu, ich mach dir keine Szene" und "Noch sind in meiner Seele Splitter- Noch sehe ich kein Ziel - Jedoch, ich will - Aufrecht geh'n" singen. Plötzlich hatte Mary Roos das Gefühl, mit dem Lied ihre persönliche Katatstrophe vorzutragen.

"Dauernd diese Angst, ihn und uns zu verlieren. 'Aufrecht geh’n': Da waren Text und mein Leben total eins," erzählte sie rückblickend. "So autobiographisch war es, dass ich es kaum singen konnte. Total nackt, mit blanker Haut: Das war ein Albtraum."



Als Mary mit der Startnummer 14 auf die Bühne kam, konnten selbst die Blinden erkennen dass irgendwas desaströs falsch lief. Blass in einem fleischfarbenen Kleid, wirkte Mary abwesend, depressiv und leblos und ihre zittrige Stimme hatte jede Kraft und Ausstrahlung verloren. Das Ergebnis waren nur 34 Punkte und ein enttäuschender 14.Platz, den sie sich mit Maribelle aus Holland teilte.

Hätte sie wohl damals schon geahnt, dass ausgerechnet Aufrecht geh'n (zusammen mit Ich bin stark von Gitte Haenning) im Laufe der Zeit wohl unzähligen Schwulen über Liebeskummer aller Art helfen wird - vielleicht wäre Mary Roos kämpferischer aufgetreten.

An dieser Stelle mal ein herzliches Danke dafür, liebe Mary!

Startliste und Ergebnis:


#Land Interpret Titel Pkt Platz
1SWEHerreys Diggi-loo, diggy-ley 1451
2LUXSophie Carle100% Amour 3910
3FRAAnnick ThoumazeauAutant d'Amoreux que d'Ètoiles618
4ESPBravoLady, Lady1063
5NORDollie de LuxeLenge Live levet2917
6UKBelle & the DevotionsLove Games637
7CYPAndy PaulAnna Marie Elena3115
8BELJacques Zegers Avanti la Vie705
9IRLLinda MartinTerminal 31372
10DEN
Hot Eyes Det lige det 1014
11NLMaribelleIk hou van jou3413
12YUIda & VladoCiao Amore2618
13ATAnitaEinfach weg519
14DEUMary RoosAufrecht gehn3414
15TRKBes Yil, Yil SonraHalay3712
16FINKirkaHengaillaan469
17CH Rainy DayWelche Farbe hat der Sonnenschein 3016
18ITAAlice + Franco BattiatoI Treni di Tozeur 706
19POR
Maria Guinot Silencio et tanta Gente 3811

Scoreboard mit der kompletten Punkteverteilung.

MARY ROOS | Meine Besten
Best of Album
incl. Aufrecht geh'n


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20.04.2009

APRIL 1984

Vor genau 25 Jahren stieg Nik Kershaw neu auf Platz 18 in den deutschen Charts ein. Bis auf Platz 2 schaffte er es mit seinem Hit Wouldn't it be Good, der heute zu den Pop-Klassikern der 80er Jahre zählt.

Ebenfalls vor genau 25 Jahren knackten die Pointer Sisters mit Automatic die Top 10. Etwa zur gleichen Zeit machte ich mein Abitur und Automatic war aus irgendeinem Grund mein Abi-Lied und hat mich den ganzen Sommer begleitet. 1984 war das erfolgreichste Jahr der Pointer Sisters und für mich war's auch ein gutes Jahr.



Eine meiner all-time favorite Bands hatte 1984 auch ihr erfolgreichstes Jahr. Echo & the Bunnymen waren von Januar bis Oktober durchgehend in den Charts. Killing Moon und Seven Seas von ihrem Meisterwerk Ocean Rain gehören heute noch zu den Songs, die ich immer wieder gern höre. Und in Sänger Ian McCulloch war ich ein bisschen verliebt.





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